Olympische Erfolgsgeschichte in Schwarz-Rot-Gold

Die meisten der DSV-Hoffnungsträger haben in Pyeongchang geliefert – und damit eine unglaubliche olympische Erfolgsgeschichte in Schwarz-Rot-Gold geschrieben.

Den Vogel schossen dabei die Nordischen Kombinierer ab. Das Team um Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte exakt auf diesen Höhepunkt hingearbeitet. Doch als sich zu Saisonbeginn immer wieder mal ein paar Wehwehchen einstellten, rund um den Jahreswechsel ein Infekt grassierte, der ein Trainingslager in ein Lazarett verwandelte, zudem ein paar Fehler im Springen einfach nicht zu beheben waren – da kamen doch ein paar Zweifel auf. Aber nach dem Feinschliff kurz vor den Spielen in Oberstdorf lief es plötzlich nach Plan. Die Spritzigkeit kam in Korea und der Rest …
… der „Rest“ war eine noch nie dagewesene Erfolgsgeschichte. Immerhin: Vier der zu vergebenen Medaillen gingen nicht an deutsche Starter, was zu 50 Prozent daran lag, dass der DSV bei der Staffel nur ein Team stellen konnte. Fantastisch und historisch der Erfolg im Quartett. Großartig der goldene Auftakt durch Eric Frenzel. Unbeschreiblich das Medaillentrio mit Olympiasieger Johannes Rydzek von der Großschanze. Dabei spricht es für eine unglaubliche Charakterstärke, wenn Frenzel auf die eigene, durchaus realistische Goldchance verzichtet und nicht von Beginn an aufs Tempo drückt, sondern die Teamkollegen aufschließen lässt, um gemeinsam den vollkommenen Triumph zu organisieren. Im Feiern waren die Kombinierer ebenfalls medaillenreif, die Party nach dem Team-Gold endete am Morgen gegen 10 Uhr – was zu olympischen Augenringen führte.

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Speer- und breite Spitze im Biathlon

Die Biathletinnen und Biathleten zählten in Korea ebenso zu den Erfolgsgaranten wie Skispringerinnen und Skispringer. Laura Dahlmeier ist und bleibt mit zweimal Gold und einmal Bronze die Vorzeigefrau der DSV-Skijäger. Die Herren setzten auf die oft belächelte Breite in der Spitze – und sammelten in den Einzelrennen dank Olympiasieger Arnd Peiffer, Simon Schempp und Benedikt Doll einen ganzen Medaillensatz. Hinzu kam Bronze mit der Staffel. Damit übertrafen die Biathleten das vorher von der Sportführung ausgesprochene Ziel von fünf Medaillen bei weitem.

Wellinger und Althaus im Höhenflug

Auch die Skispringerinnen lieferten. Hieß vor vier Jahren die Überraschungs-Olympiasiegerin noch Carina Vogt, überzeugte diesmal Katharina Althaus mit Silber. Leider hatten die fliegenden Frauen nur eine einzige Olympiachance – und Carina Vogt damit keine, denn ihr erster Versuch war derartig von schlechten Bedingungen beeinflusst, dass es für die wieder in Olympiaform erschienene Großereignis-Spezialistin diesmal nicht auf das Podest reichte.
Für den großartigen Gold-Moment im Skisprunglager sorgte Andreas Wellinger. Und das 24 Jahre nach dem letzten deutschen Olympia-Erfolg von Jens Weißflog in Lillehammer. Selektiert man noch schärfer, kommt man zu der Erkenntnis, dass der letzte Goldsprung von der Normalschanze sogar schon 34 Jahre zurück liegt. Damals war es ebenfalls Jens Weißflog, der 1984 in Sarajevo vom kleinen Bakken gewonnen hatte. Der Sachse brachte es in seiner sensationellen Karriere auf drei Olympische Goldmedaillen, dazu eine aus Silber. Andreas Wellinger poliert inzwischen zwei olympische Gold- und Silberplaketten. Und das mit 22 Jahren! Da bleibt noch reichlich Zeit, um in Sachen Olympische Erfolge nachzulegen.

Neben Sonnen- auch kleinere Schattenseiten

Nach all dem Jubel sollte man dennoch kurz inne halten. Nicht überall gelang der Sprung auf das Podium bei den XXIII. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Das war nicht zu erwarten, wurde hier und da aber sicher schwer erhofft. Zu den Enttäuschten gehören sicherlich die Alpinen, angeführt von Viktoria Rebensburg, die im Weltcup zuvor für reichlich Podestplätze gesorgt hatte. Allerdings: Nachwuchsfahrerin Kira Weidle wiederum überzeugte mit Rang 11 bei der olympischen Abfahrt. Und Thomas Dreßen und Andreas Sander lieferten ebenfalls gute Platzierungen, die ihren Saisonverlauf widerspiegelten. Was fehlte, war die olympische Überraschung. Die war auch den Langläuferinnen und Langläufern sowie den Startern in den Freestyle-Bewerben in Bokwang nicht vergönnt. Die Gründe für die Resultate in den angesprochenen Teilbereichen sind vielschichtig und reichen von einer in der Komplexität noch nie da gewesenen Verletzungsmisere bis hin zu strukturellen Problemen, die sich nicht von jetzt auf gleich lösen lassen.

Punkte statt Party – der Weltcup geht weiter

Rauschende Parties haben sie alle verdient. Aber statt Schampus und Kaviar warten auf Deutschlands Skisportler schon die Anschlussflieger, denn die Olympische Saison ist noch nicht vorbei. Ab dem kommenden Wochenende geht es schon wieder um Weltcuppunkte. Wellinger und Richard Freitag haben dabei sogar realistische Chancen, die große Kristallkugel für den Gesamtsieger in den Himmel zu stemmen. Es wäre die Krönung einer Saison, gespickt mit Highlights. Gerade die Springer tanzten auf so vielen Hochzeiten, dass es für jeden Einzelnen wohl schwer sein wird, am Ende des Winters alle Wettkämpfe genau zuordnen zu können. Vierschanzentournee, Skiflug-WM, Olympische Spiele, die Raw-Air-Tour und das große Finale in Planica – fast schon ein bisschen viel. Aber Andreas Wellinger wird – wie alle anderen erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen – sicherlich nie vergessen, wie er war, dieser besondere Moment, als er auf der Medal Plaza von Pyeongchang das Gewicht jener Plakette spürte, die man ihm um den Hals gehängt hatte, um ihn als einen der Olympioniken zu feiern.

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