IOC-Entscheidung: Bitter für die Nordische Kombination der Frauen

Das IOC hat die Nordische Kombination der Damen nicht für die Olympischen Winterspiele 2026 zugelassen. 🙁💔 Unsere DSV-Athletinnen dürfen bei den Spielen in Mailand und Cortina also nur zuschauen, wie die Männer springen und laufen. Doch auch die bangen jetzt um ihre Zukunft bei Olympia. 😨

Eigentlich glaubten die Athletinnen und auch alle anderen fest an die olympische Zukunft für die Nordische Kombination der Damen. Denn es war das Internationale Olympische Komitee (IOC), das den Weltskiverband FIS vor Jahren zurechtwies, endlich auch in der letzten Männerdomäne des Skisports für Gleichberechtigung zu sorgen. 🤷‍♀️ Was die Nordische Kombination ausmacht, welche Entwicklungen es seitdem in der Kombination der Frauen gab und wie das IOC seine Entscheidung begründet, besprechen wir jetzt genauer.

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Nordische Kombination – ein Sport für die ganze Persönlichkeit

Die Nordische Kombination erfüllt eigentlich genau das, was sich Gründervater Baron Pierre de Coubertin von Olympischen Wettbewerben erhofft hatte: Vielfältigkeit, Universalität, die Kombination hervorragender Eigenschaften. Benötigt werden Schnell- und Maximalkraft, Koordination, Mut, Ausdauer, Geschicklichkeit – kurz und gut: Gefordert ist die ganze Persönlichkeit. 💪🤓💯 Kein Wunder also, dass die Nordische Kombination seit den ersten Winterspielen 1924 immer auf dem Olympischen Programm stand. Damit zählt sie zu den traditionsreichsten Skidisziplinen. Bei den Männern.

Unvergessen: Die Helden der Nordischen Kombination 🦸‍♂️

Der erste Olympiasieger 🥇 in der Nordischen Kombination kam – wie sollte es anders sein – aus Norwegen. 🇳🇴 Sein Name: Thorleif Haug. Es war ein Dreifachsieg der Skandinavier, eigentlich sogar ein Vierfacherfolg. Hinter dem Champion und seinen Landsleuten, Strömstad und Groettumsbraten, belegte Harald Oekern damals den undankbaren vierten Platz. Ein Ergebnis, das man der Sportart 98 Jahre später– wegen fehlender Vielfalt von Nationen– sicher vorgeworfen hätte. 👀 Aus deutscher Sicht hat die Nordische Kombination im Laufe der Jahre so einige Helden hervorgebracht. 🦸‍♂️ Denken wir nur mal zurück: Da wären Schwarzwälder Georg Thoma, Franz Keller und Georg Hettich. Nicht zu vergessen natürlich Eric Frenzel, heutiger Trainer des deutschen Teams und der noch aktive Kombinierer Vinzenz Geiger. Alles überstrahlen tut jedoch Ulrich Wehling: Von 1972 bis 1980 triumphierte er drei Mal in Folge bei den Spielen, bis heute unerreicht. Drei Siege gelangen zwar dem Finnen Samppa Lajunen 2002 auf einen Ritt, da gab es aber im Gegensatz zu den frühen Jahren auch drei Wettbewerbe. 

DSV-Athlet Eric Frenzel während seiner aktiven Laufbahn als Kombinierer

Harter Schlag für die Nordischen Kombiniererinnen 

Pünktlich zu den Winterspielen 2026 sollten (und wollten) nun endlich auch unsere DSV-Kombiniererinnen olympisch werden. Keine leichte Sache auf der einen Seite, nicht unlösbar auf der anderen. Die Skispringerinnen galten dabei als Vorbild. Sie hatten nach diversen Anläufen 2009 in Liberec ihre erste WM absolviert, fünf Jahre später siegte Carina Vogt dann bei der Olympiapremiere in Sotschi. 🥇

Bei den Frauen in der Nordischen Kombination war – weil sportartspezifisch zweigleisig trainierend – noch mehr Aufwand nötig. Doch nach zähem Beginn, der verhinderte, dass die Frauen schon 2022 in Peking bei den Spielen dabei sein konnten, nahm die Sache Fahrt auf: 💃 In Oberstdorf gab es 2021 die WM-Premiere mit 31 Frauen am Start (bei den Skispringerinnen waren 2009 in Liberec 36 Damen dabei). Der Weltcup-Kalender steht und sieht ebenfalls vielversprechend aus, sind die Damen in Planica 2023 ebenso wie bei der WM 2025 in Trondheim dabei. Und wieder sind die Parallelen zu den Skisprung-Damen unverkennbar.

Ich muss lange überlegen, wann ich das letzte Mal in meinem Leben so enttäuscht und frustriert war wie in diesem Moment.

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel

👉 Aber: Beim IOC befand man die Entwicklung als nicht ausreichend. 🙁😢 So zumindest die offizielle Begründung. Problematisch sei vor allem das geringe Zuschauerinteresse aufgrund fehlender Leistungsdichte und die Vielfalt der vertretenen Nationen. Bei den Frauen begrenzt sich diese momentan auf Aktive aus zehn Nationen. Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees führte vor allem bei den Betroffenen natürlich zu einer Riesenenttäuschung. Für die Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina heißt das, die Nordische Kombination wird die einzige Disziplin sein, in der nur Männer antreten. Zugleich geht damit auch das Bangen um die olympische Zukunft der Herren in der Kombination einher (sportschau). Die vom IOC geforderte Gender-Gleichberechtigung der Sportarten wäre nämlich dann für die Winterspiele 2030 in der nordischen Kombination nicht erfüllt. Daher gilt es jetzt zu klären: Wie kann die Zukunft der Nordischen Kombination gesichert werden, damit auch unsere Mädels noch die Chance auf olympische Medaillen haben?🥇🥈🥉


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