Auftakt Biathlon-Weltcup in Östersund: neue Regeln, bekannte Gesichter

Endlich wieder Biathlon! Endlich wieder Rennen schauen, mitfiebern und fachsimpeln: Dieses Wochenende geht der Biathlon Weltcup im schwedischen Östersund los. Doch schon vor dem Start haben die geheimen Tipps um die Favoriten dieser Saison eingesetzt. Damit auch ihr einen Top-Start in die Biathlon-Saison 2023/24 hinlegt und mitreden könnt, gibt es hier alles Wissenswerte zu den Top-Favoriten 👑, aufkommenden DSV-Sternchen 💫 und den neusten Regeln 📜 der IBU.

Wachsen mit Fluor ab dieser Saison verboten

Denn in diesem Winter gibt es für euch Fans und für unsere DSV-Athleten Komponenten, die es zu meistern gilt. Dazu zählen erst einmal die Regeländerungen der IBU. Den gravierendsten Einfluss wird wohl das Fluor-Verbot beim Wachsen haben. Man darf gespannt sein, ob und wie sich die Biathlon-Nationen auf die neue Situation einstellen. Erste Hinweise darauf lieferten bereits die Testwettbewerbe. Besonders beim ersten Schlagabtausch des Winters in Sjusjon oberhalb von Lillehammer zeigte sich, dass Gastgeber Norwegen wohl schon jetzt gut mit der neuen Situation ohne Fluor umgehen kann.

🛑 ✋ Fluorverbot der IBU und der FIS beim Wachsen – das steckt dahinter

Lange war es angekündigt, doch ab dieser Saison greift es: das Fluor-Verbot beim Wachsen der Ski. Es gilt bei allen Wettkämpfen der Internationalen Biathlon-Union (IBU) und des Internationalen Skiverbandes (FIS). Fluor macht die Ski schneller, weil es wasserabweisend ist. Aber: Es gilt auch als umweltschädlich und potenziell krebserregend. Unsere Serviceleute werden es daher nicht mehr auf die Ski unserer DSV-Stars auftragen. Die Verbände setzen damit ein EU-Verbot um.

So funktionieren die Tests: Schwellenwerte und rote Karten


Die IBU sagt, dass vor und nach jedem Wettkampf getestet wird, ob die Ski fluorfrei sind. Dafür werden sogenannte Infrarot-Spektrometer eingesetzt. Dabei wird ein Messverfahren gegen vorher festgelegte Schwellenwerte (Grün: 0-1, Gelb: 1.1-1.8, Rot: 1.9 oder höher) durchgeführt. Sollten die Ski der Athleten vor dem Wettkampf in den roten Bereich fallen, werden sie ein zweites Mal getestet. Fallen die Skier erneut durch den Test, gibt es eine rote Karte. Die Athleten werden dann aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Die Ski müssen spätestens 30 Minuten vor der individuellen Startzeit des Athleten bei der Kontrollstation abgegeben werden.

Nulltoleranz bei zu hohen Flour-Werten nach dem Zieleinlauf


Jeder Athlet hat die Möglichkeit nach einer roten Karte bei der Vorwettkampfkontrolle einmal in der Saison die Ski zu wechseln, aber eine zweite rote Karte führt automatisch zu einem Startverbot. Athleten, deren Skier bei der Prüfung nach dem Wettkampf über den Schwellenwert fallen, werden disqualifiziert. Bei Einzel-Mixed-Staffel-Wettbewerben dürfen die Athleten nur ein Paar Ski verwenden. Das Nachwachsen zwischen den Wechseln ist nicht erlaubt.

👉 Neugierig ?! Hier könnt ihr das komplette Statement der IBU zum Wachsverbot mit Fluor nachlesen.

2023: Thingnes Boe kratzt am Rekord von 👑-Björndalen

Auch personell waren Tarjei Boe und Sturla Holm Lægreid wieder erstklassig unterwegs. An den Dominator des Vorjahres, Johannes Thingnes Boe, jedoch reichten seine beiden Landsleute auch beim ersten Kräftemessen nicht heran. Der mittlerweile 30-Jährige ist durch nichts zu erschüttern. Die Vorbereitung lief für den Überflieger der letzten Saison alles andere als rund. Erst stürzte Boe in der Vorbereitung schwer, zog sich dabei eine Augenverletzung zu, dann wurde er zu allem Überfluss auch noch von einer Schlange gebissen – und dennoch, in Sjusjon war der 17-fache Weltmeister wieder der Beste. Gelingt Boe eine ähnliche Performance wie im Vorjahr, könnte ein Rekord wackeln: Mit 20 WM-Titeln ist Biathlon Legende Ole-Einar Björndalen in dieser Statistik bisher der ungekrönte König. Boe fehlen noch vier WM-Goldmedaillen, um beim Saisonhöhepunkt in Nové Město am bisherigen Biathlon-König vorbeizuziehen.

Biathlon Saisonstart für das DSV Team in Östersund

Bereits am Mittwoch trat das DSV Team die Reise in den hohen Norden an – zumindest der Teil, der sich zwischen dem Abschlusslehrgang im norwegischen Sjusjoen und dem Weltcup-Auftakt im Nachbarland noch einmal Kraft in der Heimat geholt hatte. In zwei Trainingstagen vor dem ersten Rennen gilt es nun, sich auf die Strecke einzustimmen und den nötigen Teamspirit vor den Mixed-Wettkämpfen zu schmieden. Bei herrlich winterlichen Bedingungen und Sonnenuntergangs-Kulisse, die Östersund auch in diesem Winter einzigartig macht, dürfte das allerdings kein Problem sein.

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Biathlon-Star Benedikt Doll nimmt die Norweger ins Visier 👀

Die internationale Konkurrenz ist bereit, um um die Top-Plätze mitzukämpfen: Emilien Jaquelin aus Frankreich hofft, sein Formtief des Vorjahres überwunden zu haben. Schwedens Sebastian Samuelsson hat selbstbewusst den Angriff auf die Spitze angemeldet und Benedikt Doll trägt einen guten Teil der deutschen Hoffnungen. Die Herren – auch das eine Änderung im Regelwerk – sparen sich im Mixed-Team-Wettbewerb in diesem Winter ein paar Meter, genauer gesagt 1.500 pro Schleife. Denn die Streckenlänge wurde nivelliert, jetzt sind Damen und Herren jeweils sechs Kilometer pro Runde unterwegs. Zu sehen sein wird die Verkürzung der Laufstrecke, die den Stellenwert des Schießens damit noch einmal erhöht, schon zum Weltcupauftakt in Schweden.

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Wer sind die Favoritinnen im Biathlon diese Saison?

Schauen wir erstmal einmal ins internationale Feld. Die Norweger könnten, nach dem Rücktritt des Top-Duos Olsbue-Roiseland und Eckhoff, nun in erster Linie auf Ingrid Landmark Tandevold setzen. Die Weltcup-Gesamtsiegerin der Vorsaison, Julia Simon, will sich trotz der Querelen außerhalb der Loipe (gegen die Französin läuft ein Verfahren wegen Kreditkartenbetruges) weiter auf dem Sport fokussieren. Lisa Vittozzi hofft, an die guten Leistungen des letzten Winters anknüpfen zu können und mit der unverwüstlichen Dorothea Wierer, wie Vittozzi Italienerin, muss immer gerechnet werden. Ebenfalls auf der Rechnung haben sollte man schon beim Heimspiel die Schwedinnen um Evira Öberg.

Selina Grotian – Deutschlands neuer Biathlon-Stern 🌟

Und die deutschen Biathletinnen? Nach dem Rücktritt von Denise Herrmann Wick dürfen wir uns freuen, dass Franziska Preuß (eurosport) wieder im Team ist und sich stark präsentierte. Die Thüringerin Vanessa Voigt kämpft um Stabilität und schnelles Schießen und mit Hanna Kebinger klopfte zum Ende des letzten Winters eine weitere Deutsche an der Tür zur Weltspitze an. Bliebe Selina Grotian. Das Talent aus Bayern könnte die Tür zur Weltelite möglicherweise sogar eintreten, statt nur zart anzuklopfen. Allerdings: Mit Hoffnungen überfrachten sollte man die gerade mal 19-Jährige vom SC Mittenwald nicht. Ihr Weltcup-Debüt hat die junge Dame aus Bayern, die in Sachen Talent gerne in einem Atemzug mit den Biathlon-Ikonen Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier verglichen wird, schon hinter sich. Im Vorjahr durfte Selina Grotian wegen ihrer Erfolge bei den Junioren-Welttitelkämpfen am Holmenkollen starten und belegte im Sprint Platz 44.

Was glaubt ihr, schafft unser DSV-Kücken Selina Grotian in dieser Saison den Durchbruch und etabliert sich in der Weltspitze?


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